Fachthemen - Sanieren

Sanierung/Altbausanierung

Schwerpunkt: Sanierung/Renovierung

 

 
 
c Paul Hill | www.fotolia.com
   

Jedes Haus kommt in die Jahre und weist dann einen spezifischen Sanier- ungsbedarf auf. Dabei geht es einerseits meist um Komfortverbesserungen und die Anpassung an eine veränderte Lebenssituation.

 

Andererseits sollen mit energietechnischen Verbesserungen Betriebskosten gespart werden. Heutige Techniken werden mit jedem Problem fertig.

 

Ziele der Sanierung sind meist Fassade, Heizung, Rauchfang, Fußböden, Decken, Fenster und Treppen. Eine extreme Herausforderung sind feute Mauern. Je nach Ursache kommen chemische, mechanische oder elektrophysikalische Verfahren zum Einsatz.

 

 

Gebäudethermografie

 

 
 
Photocase | www.photocase.com
   

Mit einer bauthermografischen Messung eines Gebäudes wird die thermische Qualität sichtbar gemacht. Die von einem Objekt ausgehende Wärmestrahlung wird mittels Wärmebildkamera dargestellt. Aus den Thermogrammen können vorliegende Baumängel oder Bauschäden sowie ungenügende Wärmedämmung oder Wärmebrücken exakt und rasch lokalisiert werden.

 

Wärmetechnische Sanierungen bei Gebäuden, die aufgrund solcher Messungen durchgeführt werden, bringen eine wesentliche geringere CO2 Belastung und somit eine Verbesserung der Umweltsituation und helfen die Heizkosten eines Gebäudes zu senken.

 

 

Fassadensanierung

 

Nachdem das Mauerwerk trockengelegt wurde, muss bei groben äußeren Schäden die Fassade saniert werden. Die öffentliche Hand ist auch daran interessiert und fördert die Fassadensanierung mit beträchtlichen Summen.


Bei der Sanierung muss die Wärmedämmung unbedingt verbessert werden, was mit den verschiedensten Materialien erfolgen kann. Anschließend erfolgt das Auftragen des Sanierputzes, die Endbeschichtung mit dem Silikatputz und eventuell die Verzierung mit Fassadenprofilen.

 

 
Mauerwerkstrockenlegung

 

Wiederkehrende Putzschäden

 

Wenn allerdings Sanierungsmaßnahmen nicht fruchten, ist aufsteigende Mauerfeuchte häufig die Ursache. Vor der Instandsetzung des Gebäudes sollte ein Fachmann für Mauerfeuchte eine Objektbesichtigung vornehmen und eine Mauerfeuchteanalyse durchführen. Falls die Mauern vom Boden her feucht sind, muss die Feuchtigkeitsursache behoben werden. Man spart sich wiederholte Putzsanierungen, viel Ärger, Schmutz und unnötige Ausgaben.

 

Symptome
  • die weißlich-graue Kristallschicht – Mineralien, die aus dem Erdreich oder dem Mauerwerk stammen, kristallisieren als Salze aus und lagern sich an oder unter der Putzoberfläche ab
  • der Anstrich wird stellenweise erkennbar dunkler gefärbt
  • der Verputz lässt sich leicht lösen, liegt hohl (Klopftest)
  • der Verputz ist mürber und bröckeliger (Stichtest)
  • Dispersionsanstriche bilden die typischen Blasen

Nach rund 30 bis 50 Jahren wird die waagrechte Feuchteabdichtung porös und spröde. Diese Abdichtung, meist eine Bitumenschicht oder Teerpappe, bietet dann keinen Schutz mehr gegen die vom Untergrund her aufsteigende Feuchtigkeit. Die Feuchte kann nun im Kapillarsystem des Mauerwerks nach oben dringen. Putz und Bausubstanz werden geschädigt, das Gebäude im Wert gemindert.

 

Gesundes Raumklima

 

In Gebäuden mit feuchten Mauern herrscht meist der typische, unangenehme Modergeruch. Mikroorganismen in Mauerwerk und Mörtel verursachen einen Fäulnis- und Zersetzungsprozess, der Geruch soll uns davor warnen.

Im Feuchtemilieu gedeihen Schimmelsporen und Pilze vortrefflich und belasten das Raumklima. Allergien und Reizungen der Atemwege, bis hin zu Asthma, können die Folge sein. Vor allem Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem sind daher gefährdet.

 

Zuerst die Diagnose, dann die Therapie 

 

Das gilt auch bei Bauschäden. Vor jeder Sanierung sollte eine gründliche Bestandsaufnahme durch einen kompetenten Mauerwerkdiagnostikers vorgenommen werden. Dann kommt es später nicht zu Überraschungen, weil die Reihenfolge der Sanierungsschritte nicht eingehalten wurde.

 

 

Schädlingsbefall

 

Schimmel

 

Langzeitig hohe Feuchtgehalte (über 20 Prozent Holzfeuchte) begünstigen einen Befall durch Pilze. In den letzten Jahren klagen immer mehr über Schimmelbefall in der Wohnung, aber auch im feuchten Keller. Wir finden diesen insbesondere auf Tapeten oder im Wäscheschrank. Eine Schimmelbekämpfung ohne Ursachenbeseitigung kann nur als vorübergehende Maßnahme bezeichnet werden. Rund jede vierte Wohnung ist von Schimmel befallen!

 

Milben und Hausstaub

 

Im Hausstaub tummeln sich Allergene, die teilweise von außen, etwa über Blütenpollen, ins Haus gelangen. Allergene entstehen jedoch auch direkt im Haus. Die Kotballen der Hausstaubmilben sind die häufigsten Auslöser für Allergien. Untersuchungen haben ergeben, dass in allen Betten ungefähr 10.000 Milben leben. Viele Menschen reagieren allergisch, besonders nachts oder beim Aufwachen.

 

 

Heizungssanierung

 

Sanierungen sollten, so wie der Neubau, als ganze Einheit behandelt und umgesetzt werden. Es bringt nur den halben Erfolg, wenn zwar Maßnahmen zur Wärmedämmung oder zur aktiven und passiven Nutzung der Sonnenenergie umgesetzt werden, jedoch der Heizkessel mit veralteter Technologie weiter ungehindert Schadstoffe im Übermaß produziert.

 

Wenn eine Gasheizung erneuert werden muss, sollte ein Brennwertgerät angeschafft werden. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass höchstwahrscheinlich der Rauchfang geändert und ein Kanalanschluss hergestellt werden muss. Die Kosten für eine solche Sanierung können dadurch reduziert werden, dass eine Therme, die raumluftunabhängig arbeitet, am Dachboden montiert wird und dadurch nur eine Abgasleitung von einigen wenigen Metern erforderlich ist.

 

Sanierung der Fußbodenheizung

 

Eine herkömmliche Fußbodenheizung im Sanierungsbereich anzubringen, erscheint oft als schwierig bis fast unmöglich. Darum haben sich so genannte dünne Fußbodenheizungssysteme durchgesetzt.

Wasserbetriebene Systeme gibt es bereits ab einer Aufbauhöhe von zwölf Millimetern und einer Rohrdichte von zehn Laufmetern pro Quadratmeter, um eine gleichmäßige Erwärmung der Oberfläche zu garantieren. Dünne Fußbodenheizungssysteme haben auch den Vorteil von Reaktionszeiten ab zehn Minuten. Somit wird eine Regulierung des Raumes über dessen Raumtemperatur möglich und es kann nicht, wie bei trägen Systemen, zu einer Überhitzung des Raumes kommen. Aus diesem Grund werden derartige Fußbodenheizungssysteme auch vermehrt im Neubau eingesetzt.
 

 

Rauchfangsanierung

 

Eine Rauchfangsanierung wird notwendig, wenn:

  • der alte Heizkessel gegen einen neuen ausgetauscht wird
  • Einzelöfen gegen eine neue Zentralheizung ausgetauscht werden
  • neue Etagenheizungen angeschlossen werden
  • neue Heizkessel installiert werden, welche im Niedertemperaturbereich betrieben werden
  • der alte Rauchfang in einem schlechten Zustand ist. 

Alte Rauchfänge sind häufig nur mangelhaft wärmegedämmt und haben zu große Querschnitte. Wenn jetzt ein moderner Heizkessel an einen solchen Rauchfang angeschlossen wird, kann es leicht zu Versottungsschäden kommen. Moderne Anlagen stoßen nämlich nur geringe Abgasmengen mit niedrigen Temperaturen aus. Der enthaltene Wasserdampf kondensiert und bildet mit anderen Bestandteilen aggressive Säuren, die schlussendlich zur Versottung führen.

 

In der Regel werden geprüfte und zugelassene Rohrsysteme aus den verschiedensten Materialien zur Sanierung eingesetzt, wenn die Stand- und Brandsicherheit noch vom alten Rauchfang übernommen wird. Die eingesetzten Innenrohre erfüllen dann alle funktionstechnischen Anforderungen wie z.B. Rauchgas- und Kondensatdichtigkeit und Beständigkeit gegen Temperaturbeanspruchung sowie Säureanfall.

 

 

 


< zurück

weitere Links mit dem gleichem Schwerpunkt anzeigen:
Altbau (Schwerpunkt: Sanierung/Renovierung)
Trockenlegung Mauerwerk (Schwerpunkt: Sanierung/Renovierung)
Rauchfangsanierung (Schwerpunkt: Sanierung/Renovierung)
Heizungssanierung (Schwerpunkt: Sanierung/Renovierung)
Fassadensanierung (Schwerpunkt: Sanierung/Renovierung)