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Energieausweis

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„Energieausweis-Vorlage-Gesetz – EAVG”

Mit 1. Jänner 2008 ist für Neubauten das „Energieausweis-Vorlage-Gesetz – EAVG” in Kraft getreten. Dieses Gesetz ist eine von vielen Maßnahmen, um die CO2-Emissionen langfristig herabzusetzen.

Je nach Bundesland stehen im Energieausweis leicht unterschiedliche Angaben mit leicht unterschiedlichen Berechnungsmodellen.

Zahlreiche interessante Kennwerte, wie zum Beispiel der zu erwartende Heizenergieverbrauch, sind angeführt.

Der wichtigste Kennwert - die Energiekennzahl für Ihr Haus - ist in jedem Energieausweis enthalten.

Die Gültigkeitsdauer beträgt zehn Jahre und ...

  • sorgt auf dem Immobilienmarkt für mehr Transparenz da der Energiebedarf von Gebäuden somit einfach verglichen werden kann
  • dokumentiert den Stand der Technik
  • informiert objektiv und zeigt Einsparpotenziale auf
  • ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz

Energiekennzahl

Die Energiekennzahl beschreibt die thermische Qualität der Gebäudehülle und sagt aus, wie viel Energie Ihr Haus pro Quadratmeter Fläche im Jahr benötigen wird.

Sie ist in kWh/m².a angegeben (sprich: Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr). Aus dieser Kennzahl können Sie somit auch die Heizkosten abschätzen, da der Preis einer kWh bekannt ist.

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Heizwärmebedarf

Der Heizwärmebedarf beschreibt den zu erwartenden Energieverbrauch bei Ihrem Haus (lediglich die Beheizung, Warmwasser sowie Strom sind nicht enthalten).

Ein individuelles Benutzerverhalten führt manchmal zu Abweichungen beim realen Verbrauch. Wegen der Trocknung noch vorhandener Baufeuchte ist der Verbrauch im ersten Jahr nach dem Bezug meist höher.

Klimadaten

Für die jeweilige Bauadresse sind die langjährigen Durchschnittswerte in den Klimadaten zusammengefasst. Der Begriff "Anzahl der Heiztage" spricht für sich selbst, unter den Heizgradtagen versteht man zusätzlich den Temperaturunterschied an Heiztagen zwischen innen und außen. Die kälteste Durchschnittstemperatur im Jahr wird als Normaußentemperatur bezeichnet.

Wichtig ist die richtige Dimension des Heizkessels. Weder zu klein, aber auch nicht zu groß. Die Kesselleistung wird als Heizlast bezeichnet.

Jene Energiemenge, die über die Gebäudehülle verloren geht, bezeichnet man als Transmissionswärmeverlust. Dieser Wert kann durch eine verstärkte Dämmung der Gebäudehülle verringert werden.

Unter Lüftungsverlusten versteht man jene Energiemenge, die im Zuge des Lüftens für die Erwärmung der frischen Luft benötigt wird. Durch Verwendung einer Lüftungsanlage mit Wärmetauscher können diese Verluste stark vermindert werden.

Der Energieausweis muss von einem ausgebildeten Experten ausgestellt werden. Als Energieausweis-Aussteller kommen Architekten, Innenarchitekten, Bauingenieure, Energieberater oder Schornsteinfeger in Frage.

Letztere müssen jedoch eine entsprechende Zusatzqualifikation nachweisen. Die Vergabe von Förderungen ist ebenfalls an den Energieausweis gebunden:

Nur wenn die Kennzahlen unter den fest gelegten Grenzen liegen, können auch Förderungen beantragt und konsumiert werden.

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